Die besonderen Grundgedanken im Jugendstrafrecht

Stud. iur. Ricarda Essel

Die Zahl der tätlichen Übergriffe in öffentlichen Verkehrsmitteln, insbesondere den städtischen U‑ und S-Bahnen, nimmt zu. Die starke Präsenz dieser Ereignisse in den Medien schürt die Angst und gleichzeitig die Wut der Bevölkerung auf die zum größten Teil jugendlichen Straftäter/innen. Geleitet von diesen Gefühlen werden immer mehr Stimmen laut, wonach die aktuellen Regelungen, die jugendliche Straftäter/innen unter das spezielle Jugendstrafrecht fallen lassen, nicht mehr hinnehmbar seien. Der Beitrag geht Frage nach, inwieweit das geltende Jugendstrafrecht den Anforderungen der heutigen Zeit noch entspricht oder ob es eventuell notwendig ist, auf gesetzgeberischer Ebene die Behandlung jugendlicher Straftäter/innen neu zu regulieren.